Personas

Anforderungen übersetzt in Nutzer-Typologien

Personas stellen prototypische Nutzer dar. Sie helfen, die verschiedenen Nutzertypen und vor allem deren Anforderungen und Bedürfnisse in Bezug auf ein bestimmtes Produkt, einen Service oder ein Interface, über den gesamten Entwicklungsprozess hinweg im Auge zu behalten.

Personas Beispiel
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Zur Entwicklung der Personas führen wir zunächst Tiefeninterviews mit Nutzern eines Services oder Produkts oder einer vergleichbaren Produkt-Kategorie durch. Dabei werden Aspekte wie der Kontext, die Relevanz von Teilaspekten rund um das Produkt oder den Service, die typische Nutzung, Vorzüge und Schwächen, Vorlieben und vieles mehr beleuchtet. Anschließend werden alle Ergebnisse ausgewertet und analysiert. Erst danach ist es möglich, aufgrund verschiedener Muster prototypische Nutzergruppen zu identifizieren, die die Grundlage für die Personas bilden.

Angereichert mit weiteren Daten aus unterschiedlichen Quellen werden dann für die einzelnen Nutzergruppen jeweils einzelne Personas abgeleitet. Deren Persönlichkeits- und Nutzer-Profil wird, wie bei einer realen Person mit Namen, Foto und allen relevanten Eigenschaften in Form einer Art Steckbrief beschrieben. Für eine Persona-Beschreibung sind nur Eigenschaften relevant, die eine tatsächliche Nutzung und die damit verbundenen Anforderungen und Bedürfnisse für die Gestalter und Entwicklerteams plastisch und nachvollziehbar machen.

Nach einer grafischen Aufarbeitung können die Persona-Steckbriefe beispielsweise als Poster gedruckt und im Team-Büro aufgehängt werden. Dadurch werden die verschiedenen Nutzergruppen für ein Projektteam besser greifbar und es erhöht sich die Identifikation mit den Nutzern und ihren Bedürfnissen in Bezug auf das Entwicklungsziel des Teams. Personas können entsprechend grundlegende Entscheidungen, beispielsweise bei der Priorisierung von Features, deutlich vereinfachen.